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Was ist Parodontitis?

Was ist Parodontitis?

Unter Parodontitis versteht man eine durch Bakterien hervorgerufene entzündliche Veränderung des den Zahn umgebenden Gewebes, besonders des Kieferknochens.

In einer gesunden Mundhöhle sorgt vor allem die körpereigene Abwehr (das Immunsystem) dafür, dass die Plaquebakterien sich nicht ausbreiten und zu Zahnfleischentzündungen führen. Kommt es allerdings zu Störungen des Immunsystems durch Stress, Rauchen, Medikamente oder Hormone (beispielsweise in der Pubertät oder Schwangerschaft), so breiten sich die Erreger aus und das Zahnfleisch erkrankt.

 

Folgen für den Organismus
Neuere Studien belegen, dass Zahnfleischerkrankungen mitverantwortlich für viele allgemeinmedizinische Themen wie Herzinfarkt, Hirnschlag und Frühgeburten sein können.

Therapie
Die Parodontitistherapie umfasst 3 wesentliche Aspekte – Vorbehandlung, Hauptbehandlung und die Nachsorge

Vorbehandlung
Eine Optimierung der Mundhygiene ist unverzichtbar für jegliche Therapie.

Hauptbehandlung
Bei der Behandlung einer Parodontitis, der Entzündung des Zahnhalteapparates, geht es vor allem darum, die verantwortlichen Bakterien aus den Zahnfleischtaschen und von den Wurzeloberflächen zu beseitigen.

Nachsorge
Nach Abschluss der Zahnfleischbehandlung sollten Sie Ihr Zahnfleisch regelmäßig etwa alle sechs Monate kontrollieren lassen, damit eine wieder neu aufkeimende Erkrankung frühzeitig behandelt werden kann.
(Bei Rauchern und Zuckerkranken sollten die Abstände für die Kontrolle kürzer sein - etwa alle drei Monate. Denn bei ihnen besteht ein 7- bis 15-fach höheres Risiko für einen Rückfall.)
 
 
Zähne pflegen, zahngesund leben
Damit eine Zahnfleischbehandlung erfolgreich ist, braucht sie Ihre Mithilfe. Dazu gehören vor allem

  • eine gute häusliche Zahnpflege: vor allem mehrmals täglich Zähneputzen - auch die Zwischenräume
  • zahngesunde Ernährung mit naturbelassenen Lebensmitteln wie Vollkornbrot, Rohkost, Getreidegerichten und Obst. Schaffen Sie es im Alltag nicht, mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu verzehren, kann eine Ergänzung mit Nutraceuticals helfen, Nähstoffdefiziten vor zu beugen. Nutraceuticals sind biologisch aktive Bestandteile von Nahrungsmitteln mit medizinischem und gesundheitlichem Nutzen, zum Beispiel Antioxidantien oder sekundäre Pflanzenstoffe.
  • und eine zahngesunde Lebensweise, am besten ganz ohne Zigaretten.